Unterschiede bicirrhosum u. ferreira

  • Hallo Leute,


    die meisten Unterschiede bestehen in der Farbgebung.Die Flossensäume des
    schwarzen Arowana sind wesentlich dunkler gefärbt ein dunkles Lila
    bis schwarz gesäumt von einen kräftigen orange...
    Auch die Körperfarbe tendiert mehr zu einem dreckigen silber bis grau...
    mit einigen blautönen...


    Beim silbernen hingegen sind die Flossensäume in einem orange mit
    etwas blau gehalten die im alter langsam verblassen...
    Der silberne hat bis zu einner größe von gut 60cm noch ausgefärbte
    Flossensäume und auch die Körperpartie schimmert in einigen
    orange oder hellrote Tönen..Diese machen dann im Alter einen
    reinen silber Platz was nur noch wenig andere Farben zeigt..


    Beim schwarzen werden im Alter die Flossensäume immer dunkler und
    die Körperpartie wird Mausgrau erscheinen...


    Im direkten Vergleich da ich die zwei Arten pflege , merkt man das die
    silbernen wesentlich schneller wachsen , wesentlich aggressiver fressen
    und im allgemeinen größer werden..Es sind Längen von gut 120cm
    zu erwarten...


    Der schwarze hingegen stellte sich bei mir als ruhiger , zurückhaltender
    als im Vergleich zum silbernen raus , wächst wesentlich langsamer und
    zeigt jetzt bei gut 70cm keine Anstalten mehr zu wachsen. Obwohl eine
    Endgröße von gut 90-100cm zu erwarten sind..


    Man sollte nicht vergessen das Arowana Charaktertiere sind wo vom Lammfrommen bis zur Furie alles dabei sein kann..
    Deswegen möchte
    ich nicht unbedingt die Charaktereigenschaften verallgemeinern..


    Das erstmal zu den groben Unterschieden , für Fragen stehe ich gern
    bereit.


    hier mein schwarzer von klein auf..

  • Erfahrungsbericht scharzer Arowana


    da mich immer wieder Fragen zu meinem schwarzen Gabelbart erreichen hier nochmal meine Erfahrungen mit diesen wunderschönen Tieren



    Alles begann im April 2004 als ich mir zwei ca. 12-15cm lange schwarze Gabelbärte kaufte. Ich hatte lange nach den Tieren gesucht und fand sie schließlich bei einem Händler im Internet. Er hatte auch nur wenige der Tiere und aufgrund des doch wesentlich teuren Preises im Vergleich zum O. bicirrhosum entschloss ich mich zwei Tiere zu kaufen.
    Die zwei kleinen zogen in ein 500 Liter Becken mit den Maßen 140 x 60 x 60 cm ein. Vergesellschaftet waren sie mit einem Schwarm Diskus und einigen Harnischwelsen. Ungefähr zwei Wochen später die kleinen entwickelten sich prächtig und fraßen wie die Tümpelkröten , lag einer der kleinen tot im Becken , die Gründe weiß ich bis heut nicht.
    Naja gut der andere wuchs mit dem Anfangsfutter aus Mückenlarven , Pelletfutter und kleinen Garnelen prächtig weiter und hatte im May 2004 schon 20cm erreicht. Es war ein eher ruhiger Fisch der sich zu einem genügsamen Fresser entwickelt hatte und eher schüchtern als agressiv war und ist.
    Ende 2004 war es dann soweit und er zog in ein 1000 Liter Becken um mit den Maßen 260 x 60 x 60cm. Vergesellschaftet war er mit einigen Buntbarschen Oscar´s , Vieja , Cichlasoma und einem P. perruno. Das Tier maß nun ca. 35 cm und ernährte sich von großen Garnelen , Stinten und Trockenfutter für Barsche und Großfische. Dann kam noch eine Gruppe von drei Tieren P.histrix dazu was auch wunderbar funktionierte.
    Mein schwarzer wuchs munter weiter und hatte im Januar 2005 die 40cm Marke überschritten. Er war immer noch ein ruhiger Fresser der eher zaghaft ans Futter ging als sich draufzustürzen. Weterhin keinerlei Aggressivität zu Beckeninsassen wie man es ab und zu vom bicirrhosum ließt.
    Im März 2006 war es dann soweit und er/oder Sie zog in ihr endgültiges Endbecken ein ein 1400 Liter Becken mit den Maßen 250 x 100 x 55 cm. Vergesellschafte ist das Tier jetzt mit einem Paar Pfauenaugenbuntbarsche , zwei Knochenhechten , einem Elfenwels und einem P. perruno. Das Zusammenleben klappt wunderbar und er frißt im Moment am liebsten Stinte und Pelletfutter für Barsche. In ca. 8-12 Wochen wird noch ein Paar P. motoro dazu stoßen und der Besatz des Beckens ist komplett.
    Das Tier mißt momentan 55 cm und wächst nur noch sehr langsam ca. 2cm im 1/2 Jahr. Er ist also in gut 2 Jahren um 40 cm gewachsen. Sein ruhiges gelassenes Wesen hat er bis heut beibehalten und ist eher der schüchterne Angsthase im Becken. Ich kann jedem den schwarzen Gabelbart empfehlen , der wesentlich langsamer wächst als der silberne und vom Verhalten doch etwas ruhiger ist. der silberne hätte in zwei Jahren schon die 70cm überschritten und sind wahre Müllschlucker. Ich bin zufrieden mit ihm die Endgröße liegt bei ca. 90cm und ich würde ihn mir immer wieder vor den silbernen vorziehen.
    Wie schon gesagt er ist sehr selten zu bekommen aber die Suche lohnt sich und man wird mit einem wunderschönen Tier belohnt.


    Geschlechtsunterschiede der Arten:


    Arowana`s (biccirrhosum , formosus , jardieni , leichardie , errarei und niloticus) brüten die Männchen die Eier bis zum Ende aus.
    Männchen der verschiedenen Arten sind generell größer und bulliger.
    Die Männchen entwickeln in Laufe der Zeit einen größeren Kehlsack.
    Männchen sind schon im Jungtierstadium bedeutend farbiger.
    Männchen sind nicht aggressiver aber bei der Futterfrage haben sie das Vorrecht gegenüber Weibchen. Männchen sind gieriger.
    Weibchen sollen scheuer als Männchen sein
    Arowanas sind mit ca. 50-60cm Geschlechtsreif.
    Es ist eine Haltung mehrerer Tiere innerhalb einer Art möglich, es muß aber ein Männchen und mehrere Weibchen sein.Und ein ausreichend großes Becken.