Neubau - Planung Aquarium

  • Hallo liebe Rochengemeinde,


    ich bin zur Zeit dabei ein neues Aquarium beim Bau meines EFHs (Baubeginn:01.03.17) gleich mit einzuplanen.
    Meine bisherigen Pläne möchte ich hier gern vorstellen, da ich zu dem einen oder anderen Thema noch Fragen habe und bestimmt von all den Profis hier, die schon so ein großes Becken haben, bestimmt auch noch Tipps mitbekomme ;)


    Meine Planung:
    Maße: 375x100x80cm, Vollglas mit Überlaufschacht zum Filterbecken
    Am Filterbecken sollen im Unterschrank auch 2 Aufzuchtbecken angeschlossen werden
    Der Unterschrank wird gemauert (direkt auf Bodenplatte)
    Das Aquarium soll über die Zentralheizung geheizt werden
    Ein Frischwasseranschluss soll auch mit verbaut werden
    Das Abwasser soll in eine Zisterne außerhalb des Hauses gehen und der Gartenbewässerung dienen
    Am Frischwasser soll eine Wasseruhr angeschlossen werden, damit ich das Abwasser nicht zahlen muss (muss noch bei der Gemeinde mit der Bestätigung meines Gas-/Wasserinstallateurs beantragt werden)
    Ein automatischer Wasserwechsel soll auch gleich mit installiert werden (eine kleine Pumpe, die einmal täglich über eine Zeitschaltuhr angeht, fördert das Wasser aus dem Filterbecken und über einen Kloschwimmer wird das fehlende Wasser aufgefüllt)



    Infos zu meiner Skizze: (Die gesamte Skizze ist abfotografiert und der wichtigste Teilabschnitt eingescannt, da ich nur eine A4-Scanner habe)
    1. Notüberlaufrohr
    2. Überlaufrohr
    3. Zulauf
    4. Notüberlauf Filterbecken
    5. Zulauf von Aufzuchtbecken
    6. Überlauf Aufzuchtbecken
    7. Kugelhahn
    8. Pumpen für Aquarium und Aufzuchtbecken
    9. Pumpe für Wasserwechsel
    10. Ablauf zur Zisterne (Bodenablauf: Falls mal ein Unglück passiert)
    11. Frischwasseranschluss mit Mischbatterie
    12. Wasserzähler
    13. Kloschwimmer
    14. Heizungsanschluss
    15. Wärmetauscher
    16. Filtermaterial
    17. 20cm Stahlbeton-Sohlplatte
    18. 18cm Wärmedämmung/Estrich/Bodenbelag
    19. Gemauerte Wand
    20. Stahlträger


    Nun zu meinen Fragen:
    - Schaff ich es überhaupt über die Fussbodenheizung (da ist das Wasser ja nicht so heiß wie für Heizkörper) die rund 3500l zu beheizen?
    - Wieviel Meter Heizrohr sollte ich hierfür im Filterbecken unterbringen? (Als Spirale)
    - Soll ich für die Frischwasserzuführung gleich eine Warmwasserleitung mit verlegen lassen und mit einer mischbatterie für die richtige Wassertemperatur bei der Zuführung sorgen oder reicht eine Kaltwasserleitung?


    Wenn ihr sonst noch irgendwelche Anmerkungen habt, textet mich einfach voll :D


    Vielen vielen Dank!


    Gruß
    Thorben

  • Hallo Thorben!


    Wenn Du einen Warmwasserboiler mit einer 2. Wärmetauscheröffnung hast, dann hast Du schon gewonnen! Wasser vom Aquarium über den Wärmetauscher und mittels Fußbodenheizungspumpe wieder geregelt retour ins Becken, das wars!
    Wenn nicht, schreib mir, dann schildere ich Dir meine Variante; etwas aufwendiger aber funzt auch.


    mfg


    Herfried

  • Hallo Thorben, Bei einer Länge von 3,75m würde ich 2 Überlaufschächte einplanen, also rechts und links, einen mit Bodenabsaugung. Es wäre auch interessant was du pflegen möchtest ? Rochenart und Anzahl plus Beifische ? Persönlich scheint mir jetzt auf deiner Skizze der Filter etwas zu klein für das große Becken plus Aufzuchtbecken . LG Maik

  • Hallo Thorben,


    genau wie Maik schon schrieb, uuunbedingt 2 Überlauf-/Ablaufschächte mit einplanen bei fast 4 Metern. Ich finde das ist bei jedem Becken über 3 Meter schon fast Pflicht. Ansonsten tolles Projekt, freue mich jetzt schon auf hoffentlich viele tolle BIlder dazu!

  • Habt schon einmal vielen Dank für die Feedbacks...
    Herfried, du meinst also, dass ich über eine extra Leitung das Aquariumwasser durch den Warmwasserboiler schicke?
    - klingt auch gut und kann man ja noch alles rechtzeitig einplanen.
    Kommt dann natürlich auch auf die Kosten an!
    Meine Idee war, dass ich eine Leitung der Fussbodenheizung zum Aquarium lege, als wäre dies ein eigener Raum. Das Thermostat würde ich dann auch am Aquarium anschließen und über den Verteiler, der im Flur ist, wird dann die Durchflussmenge und somit die Temperatur geregelt. Was haltet ihr davon? Ich nehme mal an, dass es so preiswerter ist als evtl. noch einen besseren Boiler und eine längere Wasserleitung zu verbauen?!? -Nur muss diese Leitung es dann auch schaffen, das Aquarium auf Temperatur zu bringen...


    Auf 2 Überlaufschächte hat mich bis jetzt noch niemand aufmerksam gemacht (auch keiner der Aquarienbauer, zu denen ich schon Kontakt aufgenommen habe). Aber warum sollten es denn 2 sein? -schafft einer alleine nicht, dass das Wasser abläuft oder ist es wegen dem Filterergebnis im Aquarium???? Sollen dann auch beide Schächte einen Zulauf zum Aquarium bekommen?


    Zum Besatz:
    Erst einmal sollen meine bereits vorhandenen 4 P. laticeps, 5 Heros und ein paar L-Welse einziehen. Dazu dürfen dann noch ein paar mehr Heros und Hechtsalmler für die obere Wasserregion kommen.
    Mit diesem Beckenmaß möchte ich es mir aber auch offen halten evtl einmal ein Trio Black Diamonds zu halten... ;-)


    Zur Filtergröße:
    Um Platz für die Wasserleitung, Abwasser und Heizungsanschlüsse zu haben, würde ich mit dem Filterbecken auf 1,00m breite gehen. (100x90x40) Reines Filtermaterial bei einem Wasserstand von 35cm sind (60x88x35) 185L. Das sind 5,3% des Brutto-Beckeninhalts (3.500L). Müsste doch eigentlich reichen?

  • Moin Thobse!


    Deine Idee ist gut, aber was machst Du in der Übergangszeit? Da kann es passieren, dass die Vorlauftemperatur aufgrund der Aussentemperatur vielleicht nur 25-27°C hat. Um einen Raum von 21,2 auf 21,6 Grad zu heben, reicht das voll. Um ein Aquarium von 27,8 auf 28,5°C zu heben, da geht das in die Hose. Im Warmwasserboiler hast Du doch ab 50°C aufwärts. Da ist das delta T ja dann doch gut über 22 Grad, da kennt man das schon in der Aufheizzeit!


    Wenn, und das ist unwarscheinlich; die Fußbodenheizung undicht wird, und das in Aquarium, dann aufgrund des Frostschutzes: gute Nacht!! Das kann Dir beim Boiler nicht passieren.


    mfg


    Herfried

  • Moin!
    Herfried, du hast mir schon einmal sehr viel weiter geholfen. Genau das war ja meine Sorge, dass ich es mit der normalen Fussbodenheizung nicht schaffe das Aquarium auf Temperatur zu bringen.
    Beim nächsten Treffen mit dem Gas/Wasser-Installateur werde ich das mal mit ihm durchgehen und dann mal schauen wieviel der Mehraufwand kosten wird. Ganz vielleicht -glaube ich zwar nicht- rechnet es sich ja auch in dieser Übergangszeit die Temperatur mit einem Heizstab konstant zu halten. Aber in Anbetracht, dass die Anlage eine Standzeit von mindestens 40 Jahren haben wird und die Strompreise zukünftig noch mehr steigen werden, glaube ich nicht, dass sich dieses amortisiert.


    Noch eine Frage zum automatischen Wasserwechsel:
    Beim Durchstöbern anderer Anlagen habe ich vom Gardena Bewässerungscomputer erfahren. Das klingt beinahe noch Interessanter als die Kloschwimmer-Variante. -Ich habe weniger Technik im Filterbecken und spare mir noch eine Lochbohrung...
    Was meint ihr?


    Gruß
    Thorben

  • Mahlzeit Thobse!


    Üblicherweise existiert in einem 1-2 Familienhaus ein Warmwasserboiler. Diese habe; üblicherweise 2 Einschubverschraubungen; die untere ist für den Wärmetauscher, der den Boiler heizt. Wenn Du darüber noch so eine Verschraubung hast, kannst Du da auch einen Wärmetauscher reinbauen lassen. Damit kannst Du mit Aq-Wasser über den Tauscher über eine Fußbodenheizungspumpe wieder zurück ins Aq. pumpen. Damit kannst Du problemlos auf 38-40°C rauf, was ja nicht geplant ist. Eine nette Temperatursteuerung; ein Abschaltkontakt, der bei 31°C die Pumpe fix abschaltet und auf Alarm geht, und das wars!


    Einfach, nicht sooo teuer und hält 100 Jahre und 3 Tage.


    mfg


    Herfried

  • Zum Thema Amortisation:


    Hatte zwar erhebliche Heizungsregelungsprobleme, aber die habe ich halbwegs in den Griff bekommen. Energietechnisch kostet diese Form der Heizung merklich nicht mehr, da die Rstwärme im EG "verbraucht" wird.
    So gesehen eine gute Sache.
    Durch den Umstieg auf diese Heizung habe ich etwa 250 Euro eingespart, da ich vorher 2x400Watt Heizstäbe in Verwendung hatte.


    mfg


    Herfried

  • Hallo Thorben,


    mach es mit der Heizung so wie Herfried es vorschlägt, dann hast du im Sommer Ruhe, brauchst nicht extra die Heizung voll laufen lassen oder mit Strom heizen und bist mit der Abschaltautomatik der Pumpe auch auf der sicheren Seite.


    Bei mir steht dieser Umbau auch noch an wenn die jetzige Heizung den Geist aufgibt...bin mein Becken im mom über den normalen Heizkreislauf am heizen, ist im Sommer echt bescheiden.


    Gruß
    Mike

  • Habt vielen Dank für die guten Tipps!
    Wo habt/würdet ihr die Pumpe für diesen Kreislauf anschliessen?
    Kann ich auch eine normale Aquarienpumpe mit ins Filterbecken packen? Wäre dann ja ganz einfach die Pumpe so an den Temperatur-Controller anzuschließen.

  • Moin, Moin!



    Ich habe von einem befreundeten Installateur den Heizkreislauf mit Schläuchen einer Fußbodenpumpe realisiert, das kostet eine Appel und n' Ei, keine Alterung( Du brauchst da ja nur jeweils ein paar Meter, und die bleiben beim Verlegen einer FB-Heizung alle mal über.), und habe ebenso eine gebrauchte Pumpe für die Fußbodenheizung genommen. Aquarienpumpen fressen entweder zu viel Strom, oder halten das nicht aus. Es haben sich Pumpen mit einer Wassersäule von 1,8-2,5m als geeignet herausgestellt; zumindest bei mir, da das Aq im EG und der Boiler im Keller steht.


    schönen Tag noch


    Herfried

  • Auf 2 Überlaufschächte hat mich bis jetzt noch niemand aufmerksam gemacht (auch keiner der Aquarienbauer, zu denen ich schon Kontakt aufgenommen habe). Aber warum sollten es denn 2 sein? -schafft einer alleine nicht, dass das Wasser abläuft oder ist es wegen dem Filterergebnis im Aquarium???? Sollen dann auch beide Schächte einen Zulauf zum Aquarium bekommen?


    Ich habe heute mit einem der Aquarienbauer telefoniert und mal gefragt, was er von zwei Ablaufschächten hält. Er meint, dass dieses nicht nötig sei und auch nicht die Filterleistung verbessern würde. Mit einem Filterbecken würde man eh nur eine Umwälzpumpe von max. 5.000 l/Std einsetzen und dann mit Strömungspumpen im Aquarium so arbeiten, dass der Mulm richtung Ablaufschacht transportiert wird.
    Ich finde seine Antwort recht plausibel und um so erstaunlicher, da er sich mit Ablaufschächten eigentlich eine goldene Nase verdient (170,00 EUR pro Schacht). 8|


    Gruß
    Thorben

  • hallo,


    bei meinem 360cm becken, davon 30cm innenfilter, wird auch mit einer strömungspumpe gearbeitet.
    ich habe da eine tunze 6155 welche zwei mal 30minuten pro tag eingeschaltet ist und so den dreck von einer seite zur anderen fördert.


    richtig positioniert und ausgerichtet wird der ganze dreck zum filtereinlass getragen.
    man sollte nur alle paar wochen die strömungspumpe checken, da es sein kann, dass die rochen daranherumspielen und sie verdrehen ^^



    mfg christian

  • Das positive an 2 Ablaufschächten ist dass du insgesamt eine bessere Umwälzung des Beckenwassers hast. Du kannst aber auch nur einen haben, hatte ich bei meinem fast 3,5 Meter langen Becken auch, aber dann brauchst du auf jeden Fall wie Christian schrieb starke Strömungspumpen! Es geht ja nicht nur um den Dreck, sondern auch darum dass du nicht nur 50% des Wassers gefiltert haben willst, denn das wird passieren wenn du keine 2 Schächte hast UND auch keine starken Strömungspumpen im Einsatz hast.

  • richtig positioniert und ausgerichtet wird der ganze dreck zum filtereinlass getragen.
    man sollte nur alle paar wochen die strömungspumpe checken, da es sein kann, dass die rochen daranherumspielen und sie verdrehen


    Ja, sie lieben es, irgendwelche Sachen durchs Becken zu schieben :thumbsup:


    Ich warte jetzt mal die Angebote der Aquarienhersteller ab und schaue dann mal, ob es ein oder zwei Überlaufschächte werden. Die Preise schwanken hierbei ja sehr sehr stark (40-170EUR) :(

  • Hallo Miteinander,


    ich möchte nochmal auf den Anschluss an die Zentralheizung zu sprechen kommen.
    Leider habe ich nicht die Möglichkeit mit einem zweiten Wärmetauscher in den Warmwasserspeicher zu gehen, da alle Anschlüsse besetzt sind. Einen größeren Warmwasserspeicher mit mehr anschlüssen zu verwenden würde bedeuten, dass sich bei längerer Standzeit des Wassers auch schneller irgendwelche Bakterien bilden können.
    Mein Gas-Wasser-Installateur hat vorgeschlagen, das Aquarium wie einen Swimming-Pool zu beheizen. Dieses soll mit einem Wärmetauscher für Swimming-Pools von statten gehen, welcher aus Edelstahl ist. Allerdings sind bei all diesen Modellen die Verlötungen mit Kupfer. Denkt ihr, dass es hierdurch zu einem Problem kommen kann (wegen Wasserwerte)? Das Aquarium wird mit Filterbecken ein Volumen von 4250l haben...


    Gruß
    Thorben

  • Gute Morgen Thobse,


    Ich hab im Moment das Gleiche Problem. Mein Installateur/Elektriker hat gemeint wenn ich mein Becken Ganzjährig heizen möchte dann benötige ich eine Konfiguration wie für ein Indoorpool.
    Zwei Pumpen, etliche Fühler, eine erweiterte Steuerung zu meinem Brennwertgerät usw. Kostenpunkt mit Arbeitszeit um die 3500 Euro. ;(
    Eine einfache und günstige Lösung wäre Heizkörper anzuzapfen. Aber das funktioniert dann nur im Winter.
    grüsse Rainer

  • Morgen Rainer,


    mein Installateur veranschlagt nur 1300-1500eur. Aber wird ja auch gleich im Zuge des Neubaus verbaut. ;-)


    Nur wie bedenklich ist es mit den gelöteten Kupfer im Wärmetauscher?
    - Bei dem Wasservolumen sollte das doch nicht schlimm sein, oder?